16. bis 19. März 2023

Reglement 2023

Programmgestaltung

Die Nonfiktionale zeigt deutschsprachige Dokumentarfilme und präsentiert sich jedes Jahr unter einem anderen Motto. Entscheidend für die Filmauswahl ist der thematische Bezug zum Motto. In unserem Programm streben wir eine Bandbreite filmischer Zugänge und inhaltlicher Facetten an. Besonders wichtig sind uns die Gespräche im Anschluss an die Vorführungen. Im Dialog zwischen Filmemachern, Branchenvertretern und Publikum werden die Filme diskutiert und Aspekte des Filmschaffens kritisch beleuchtet.

Motto 2023 "Auf dünnem Eis"

Wer sich auf dünnes Eis begibt, geht ein Risiko ein, kann einbrechen. Der dokumentarische Zugang basiert in der Regel auf einer empathischen, tragfähigen Beziehung zu den dargestellten Personen, auch wenn kritische Positionen und Themen verhandelt werden. 

Manche Werke jedoch lassen sich in der Beziehung zu ihren Protagonist*innen oder zum Publikum bewusst auf ein Wagnis ein. Sie begeben sich in ein Spannungsfeld von Sympathie und Antipathie, bis hin zur Konfrontation oder sogar zum Scheitern. Ein Mörder als Identifikationsfigur? Radikales Gedankengut ungefiltert in die Kamera gesprochen? Wie mit Weltbildern umgehen, die diametral zu den eigenen stehen, die eine Neuperspektivierung bis an die Grenzen der eigenen Toleranz strapazieren? Welche filmische Form ist angemessen? 

Mit unserem aktuellen Motto „Auf dünnem Eis“ suchen wir Dokumentarfilme, die solche Wagnisse eingehen, indem sie Bruchlinien in Beziehungen sichtbar machen, ambivalente Persönlichkeiten zeigen oder den Zuschauer*innen widerspenstige Positionen zumuten. 

Junge Doks

Die Nonfiktionale setzt bewusst auch einen medienpädagogischen Akzent. In der Reihe Junge Doks werden Filmvorführungen speziell für Schulklassen unterschiedlicher Alterstufen angeboten. Das Programm wird von der Auswahlkommission aus den eingereichten Filmen zusammengestellt. Eine gesonderte Einreichung für die Junge Doks-Reihe ist nicht möglich.

Allgemeine Voraussetzungen

  • Thematischer Bezug zum aktuellen Motto.  
  • Die eingereichten Filme müssen deutschsprachig oder deutsch untertitelt sein.
  • Es gibt keine Einschränkungen bei der Länge der Filme oder dem Produktionsjahr, neuere Produktionen werden jedoch bevorzugt.
  • Folgende Formate können vorgeführt werden: DCP.
  • Der/die Filmemacher/in muss während der Nonfiktionale anwesend sein und im Anschluss an die Filmvorführung für ein Gespräch zur Verfügung stehen (in Ausnahmefällen kann ein anderes Teammitglied den/die Filmemacher/in vertreten). Die Nonfiktionale kommt für die Kosten der Unterbringung und eine Reisekostenpauschale auf.
  • Die Einreichfrist für Filme mit dem Produktionsjahr 2021 und früher ist der 15. Oktober 2022 und für Filme mit dem Produktionsjahr 2022 der 15. November 2022
  • Die Ansichtskopie (online-Link oder DVD) muss zusammen mit dem ausgefüllten Formular zur Filmanmeldung, einer Inhaltsangabe, der Stabliste und der Bio- und Filmographie des Regisseurs / der Regisseurin bis zu den obenstehenden Anmeldefristen an folgende Adresse geschickt werden:

        Nonfiktionale
        Oberländerstr. 32
        D-81371 München
        liebheit(at)nonfiktionale.de

Die Ansichtskopie wird nur zurückgeschickt, wenn ein frankierter Rückumschlag beigefügt wird.

Preise

- Der Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling in Höhe von 2.000 € wird für einen außergewöhnlichen Film vergeben, der vor dem Hintergrund des Festival-Mottos besonders überzeugt.
- Der Bürgerpreis in Höhe von 500 € wird von Schülern des Gymnasiums Bad Aibling vergeben.
- Alle Filme des regulären Programms, die die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen, laufen im Wettbewerb.
 
Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden: info(at)nonfiktionale.de