Reglement 2022

Programmgestaltung

Die Nonfiktionale zeigt deutschsprachige Dokumentarfilme und präsentiert sich jedes Jahr unter einem anderen Motto. Entscheidend für die Filmauswahl ist der thematische Bezug zum Motto. In unserem Programm streben wir eine Bandbreite filmischer Zugänge und inhaltlicher Facetten an. Besonders wichtig sind uns die Gespräche im Anschluss an die Vorführungen. Im Dialog zwischen Filmemachern, Branchenvertretern und Publikum werden die Filme diskutiert und Aspekte des Filmschaffens kritisch beleuchtet.

Motto 2022 "Der gute Ton"

Der Ton macht nicht nur die Musik, sondern auch den Film. Während das Bild gleichsam an der Haustür klingelt, wie es der Filmeditor und Sound Designer Walter Murch formulierte, schleicht sich der Ton durch die Hintertür herein. Und er modelliert das flache Bild hin zu einem filmischen Raum.

Klänge und Atmosphären, Geräusche und Musik stehen als zentrale Gestaltungsmittel im Zusammenspiel mit der Bildebene. Das Sound Design kann mit den Bildern verschmelzen oder gezielt Kontrapunkte setzen. In jedem Fall wird die visuelle Dimension durch Ton erweitert und zuweilen sogar erst zum Leben erweckt - etwa bei der Verwendung von Archivmaterial, Found Footage oder Fotografien.  

Mit unserem diesjährigen Motto „Der gute Ton“ möchten wir uns all diesen Klangräumen widmen und im audiovisuellen Zusammenspiel des Dokumentarfilms den Fokus auf die Tonebene legen. Gesucht sind Filme, die hier unkonventionelle Wege gehen, die mit und von Klängen und Musik erzählen, die die Bildebene mittels der Tongestaltung in besonderer Weise aufladen.

Junge Doks

Die Nonfiktionale setzt bewusst auch einen medienpädagogischen Akzent. In der Reihe Junge Doks werden Filmvorführungen speziell für Schulklassen unterschiedlicher Alterstufen angeboten. Das Programm wird von der Auswahlkommission aus den eingereichten Filmen zusammengestellt. Eine gesonderte Einreichung für die Junge Doks-Reihe ist nicht möglich.

Allgemeine Voraussetzungen

  • Thematischer Bezug zum aktuellen Motto.  
  • Die eingereichten Filme müssen deutschsprachig oder deutsch untertitelt sein.
  • Es gibt keine Einschränkungen bei der Länge der Filme oder dem Produktionsjahr, neuere Produktionen werden jedoch bevorzugt.
  • Folgende Formate können vorgeführt werden: DCP.
  • Der/die Filmemacher/in muss während der Nonfiktionale anwesend sein und im Anschluss an die Filmvorführung für ein Gespräch zur Verfügung stehen (in Ausnahmefällen kann ein anderes Teammitglied den/die Filmemacher/in vertreten). Die Nonfiktionale kommt für die Kosten der Unterbringung und eine Reisekostenpauschale auf.
  • Die Einreichfrist für Filme mit dem Produktionsjahr 2020 und früher ist der 20. Oktober 2021 und für Filme mit dem Produktionsjahr 2021 der 20. November 2021
  • Die Ansichtskopie (online-Link oder DVD) muss zusammen mit dem ausgefüllten Formular zur Filmanmeldung, einer Inhaltsangabe, der Stabliste und der Bio- und Filmographie des Regisseurs / der Regisseurin bis zu den obenstehenden Anmeldefristen an folgende Adresse geschickt werden:

        Nonfiktionale
        Oberländerstr. 32
        D-81371 München
        liebheit(at)nonfiktionale.de

Die Ansichtskopie wird nur zurückgeschickt, wenn ein frankierter Rückumschlag beigefügt wird.

Preise

- Der Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling in Höhe von 2.000 € wird für einen außergewöhnlichen Film vergeben, der vor dem Hintergrund des Festival-Mottos besonders überzeugt.
- Der Bürgerpreis in Höhe von 500 € wird von Schülern des Gymnasiums Bad Aibling vergeben.
- Alle Filme des regulären Programms, die die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen, laufen im Wettbewerb.
 
Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden: info(at)nonfiktionale.de